Die erste kurze Tour, die "Jungfernfahrt":
Mittlerweile habe ich auch einmal eine kurze Runde mit dem Camper gedreht. Sie führte mich in das schöne Sauerland,
da man ja nicht immer nur in die Eifel fahren muss. Die Tour brachte einige Erkenntnisse, sowohl gute als auch schlechte.
Fangen wir mal mit den "Herausforderungen" an:
- Die meisten Parkplätze an Landstraßen sind auf PKWs begrenzt und stellen auch nur entsprechende Parkbuchten bereit.
Das stellt doch ein größeres Hindernis dar als anfangs gedacht.
- Dann ist das Anfahren von Campingplätzen ohne vorherige Buchung schwierig, besonders später am Tag,
wenn die Rezeption schon geschlossen hat ;-/.
- Eine Tour "der Nase nach" ist heutzutage in diesem unserem Lande auch problematisch. Vollsperrungen und Auffahrten
auf Schnellstraßen nur in die falsche Richtung, dann Wechseln der Fahrtrichtung an der nächsten Ausfahrt um dann
festzustellen, dass die gewünschte Zielausfahrt ebenfalls gesperrt ist, macht keinen Spaß.
- Umleitungen an Vollsperrungen, die einen letztendlich wieder an die gesperrte Stelle zurück führen, sind auch nicht
wirklich "zielführend".
- Hat man dann endlich einen geeigneten Parkplatz mit Landgasthof gefunden und freut sich auf eine nahrhafte Mahlzeit,
dann findet man (ich) im Glaskasten für das Menue die Nachricht: "Restaurant dauerhaft geschlossen" :-(.
- Auch das Anfahren von Parkplätzen und Rasthöfen auf Autobahnen ist problematisch. Die LKWs stehen bis in die
Zu- und Abfahrten (die armen Fahrer :-/ ) und die PKW Buchten sind für ein Gespann zu kurz.
Ok, es gibt auch Positives zu berichten:
- Der Anhänger ist brav in der Spur hinterher gelaufen und man merkte es im Fahrverhalten fast gar nicht, außer bei stärkeren Steigungen natürlich.
- Die Fahrt mit 80km/h lief entspannt und stressfrei.
- Es ging durch schöne Örtchen und tolle Landschaften, nur "mal kurz anhalten für ein Foto" geht meistens nicht so einfach.
- Dann hatte ich noch ein nettes Treffen mit einem anderen "begnadeten Selbstbauer" (Hallo Timo!!! :-) und wir haben lange interessant gefachsimpelt.
Pause in schöner Landschaft.
Fazit:
Spontane Touren sind nicht so einfach wie gedacht, also vorher besser planen und Stell- / Campingplätze aussuchen
und ggf. buchen.
Die Technik hat problemlos funktioniert und die Wasserinstallation ist dicht.
Wieder zu Hause angekommen bin ich mit dem Gespann dann noch auf die Waage eines benachbarten Hofes gefahren und habe den
abgekoppelten Hänger wiegen lassen. Mein Ziel war ja unter 500kg zu bleiben, damit ich den Hänger ggf. auch mit unseren
Golf 3 ziehen darf. Das hat erfreulicherweise geklappt. Mit vollem Frischwassertank, gefülltem PortaPotti Spülwassetank,
Landstrom-Kabel und Adapter und mit Matratzen, Kissen und Schlafdecke, aber ohne Klamotten und Verpflegung
liegt der Hänger bei 470kg, passt:
Mit 470kg bin ich gut unter der Zielmarke geblieben :-).
So das war er nun, mein Bericht von der kurzen ersten Tour.
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reinhard.lauterbach@freenet.de